Meine Reise beginnt …

Um 5.15 h in aller Herrgottsfrühe gehts los, mit dem Zug von Salzburg nach München. Beinahe auch schon eine Weltreise – immerhin hat mit Eveline bei diesem Auftakt über ca. 10.000 km begleitet. Die Sicherheitschecks am Flughafen in München sind gegen das was ich in Atlanta erlebt habe wirklich kaum der Rede wert. Obwohl man hier auch aufpassen muss, rechtzeitig durch die Sicherheitsschleuse zu kommen. Nach einem Abschiedskaffee mit Evelines hatte ich grade noch Zeit nach der Sicherheitskontrolle in die Maschine zu kommen.

Der 10 Stunden lange Flug ist eigentlich ziemlich ereignislos, ausser das man mehr oder weniger wie eine Sardine gepfercht mehr stillsitzt als geniesst. Immerhin hatte ich einen Fensterplatz und sah beinahe den gesamten Flug nur Wolken. Interessant, dass ganz Mitteleuropa, der Atlantik und der Norden Afrikas unter einer Wolkendecke stecken kann. Die Route führt über Brüssel, London, Dublin schliesslich über den Atlantik und etwas südlich von Grönland vorbei, bevor man über Kanada in den nordamerikanischen Luftraum eintritt. Hier konnte ich zum ersten Mal den Boden sehen – Eis, Schnee und dunkle Wälder – zumindest sahs danach aus aus ca. 10 km Höhe. Erst auf der Höhe von Washington klarte der Himmel einigermassen aus und ich konnte die Apalachen bewundern, deren lange Züge parallel zu meiner Fluglinie liefen und an gigantische, zu Stein gewordene Wellen erinnerten.

Endlich gehts runter nach Atlanta zur Zwischenlandung und ich muss schon sagen, dass die Sicherheitskontrollen in Amerika einem die Reise ziemlich vergällen können. Ich war zwar bloss im Transit zum Weiterflug, aber alle Passagiere mussten zuerst in die USA einreisen, was eine lange, lange Schlange bei der Passkontrolle, einschließlich Fingerabdrucknahme und Befragung über Zweck und Ziel der Reise bedeutet. Danach gehts weiter zum Zoll, wo man eigentlich nur den Zettel abgibt, den man im Flugzeug ausfüllen musste. Danach kommt man wieder zu einer Sicherheitskontrolle, bei der man jetzt sogar die Schuhe ausziehen muss und durch einen Körperscanner läuft, wie in einem Science Fiction Film. Im Airport von Atlanta ists auch nicht so lustig – die Luft steht und es gibt keine Möglichkeit mal nach draussen zu schnuppern. Erst durch die Weitlaeufigkeit bei den Gates schnürt es mir den Atem nicht mehr so ab. Immerhin gibt es freies Internet.

Auf dem Weiterflug nach Liberia in Costa Rica gab es eine tolle Besonderheit. Durch den späten Flug konnte ich von meinem Fensterplatz aus toll auf meinen ersten Sonnenuntergang auf dem Isthmo de Latin America sehen -Wow.

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Ca. 2 h später erfolgte die etwas harte Landung in Liberia und wieder eine lange Schlange bei der Einreise. Im Unterschied zu Atlanta waren hier aber nur drei bis fünf Personen mit der Abwicklung beschäftigt und schafften das in gleicher Zeit, in der in den USA vermutlich 70 benötigt wurden – ein Hinweis auf die Sicherheitsmassnahmen. Aber immerhin waren die handelnden Personen überall freundlich, wenn auch teilweise sehr bestimmt. Liegt wohl in der Natur der Sache.

Nach dem Transfer entschädigt mich aber die superfreundliche und sympathische Rebeca mit einem fröhlichen Willkommen. Hier habe ich wohl ein neues Zuhause gefunden – der Trip dauerte immerhin ca. 25 Stunden … Abendessen und ab ins Bett.

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