Los Toros en Villareal

Dieser Tage ist was los in Villareal, nahe bei Tamarindo. Schon die Vorbereitungen sind enorm. Ca. zwei Wochen vor Beginn dieses Kirchtages wurde damit begonnen auf der Hauptwiese bzw. dem Hauptplatz der Gemeinde eine Arena aus Holz zu errichten. Mit Tribüne und massivem Holzzaun. Ich schätze mal das auf der Tribüne ca. 500 Leute bequem Platz finden. Um die Arena herum sind zahlreiche Fahrgeschäfte, Spielbuden, Speisen und natürlich Bierstände und eine Tanzfläche im offenen Zelt platziert.

Am Abend des Mittwoch fing dann die Fiesta an und zwar mit einem Publikumstanzen in der Arena, dazu spielte eine tolle Kapelle ich denke mal Cumbia. War schon lustig so viele Leute auf einem öffentlichen Platz tanzen zu sehen. Sehr lustig und teilweise von Böllerschüssen (Bombas) begleitet. Da gleichzeitig aus dem angrenzenden Gemeindeveranstaltungshaus, der zusätzlichen Tanzbühne, von den Fahrgeschäften und natürlich aus der lokalen Karaoke-Bar Musik nicht nur tönt sondern brüllt entsteht auf diesem Platz ein kakophonisches Getöse erster Güte. Die vorbeifahrenden Autos komplettieren den durch die vielen Leute entstehenden Stau gottseidank nicht auch noch durch Hupen – beim Warten sind die Ticos offenbar gelassen und geduldig. (Poco a Poco)

Am Donnerstag gings dann wirklich los und bald nach Einbruch der Dunkelheit also ca. um sieben wurden die ersten Stiere in die Arena geritten. Das sieht so aus, dass in der Einlassbox ein Reiter auf einen Stier gesetzt wird. An diesem kann er sich nur mit Hilfe eines Stricks, der dem Stier um den Brustkorb gebunden ist anhalten. Tor auf und los geht die wilde Reiterei. Der Stier will die ungewohnte Last unbedingt abwerfen und springt und tobt unter lauten Ansagen der Platzsprecher und den Aaahhs und Ohhhs des Publikum. Nach ca. zehn bis fünfzehn Sekunden (mas o menos) wird der Reiter vom Stier abgeworfen und der Stier kann sich den übrigen Menschen widmen, welche sich freiwillig in der Arena aufhalten. Dabei fliegen noch Fussbälle durch die Luft, Leute laufen mit Helmkameras vor dem wilden Stier davon, Hunde sind natürlich auch im Arenaboden allgegenwärtig und viele Leute sitzen auf dem Zaun. Der schnellste Weg aus der Arena führt unter dem Zaun heraus und so mancher nimmt vor dem schätzungsweise 800 kg schweren Lebendgewicht reissaus und schluckt dabei gerne ein wenig Staub.

Stierkampf

Nach ca. zwei Minuten ist das Tier dann doch ein wenig müde von der Springerei und steht ein wenig desorientiert in der Manege. Das ist ungefähr der Zeitpunkt wann die Reiter in die Manege gelassen werden und mit ihren Lassokünsten Seile um den Hals und die Hörner des Stieres werfen.

Los Caballeros

Eine zusätzliche Tür geht auf und nach ein paar widerständlichen Blicken und Bewegungen läuft das Tier direkt auf diese Pforte zu und verlässt so den Ort des Geschehens während die Kommentatoren lauthals und natürlich mit Musikbegleitung und Nennung von Sponsoren das nächste Tier und dessen Reiter preisen …

Nach schätzungsweise 15 solchen Spektaklen nimmt das Fest rund um die Arena seinen Lauf es wird gegessen, getrunken, getanzt und ein Haufen Bombas gezündet. Das ganze ist immer noch laut, ich wohne ca. 400 m davon entfernt und kann noch mitsingen. Offenbar gehen die letzten irgendwann um fünf nach Hause, standesgemäß unter Begleitung der lustig aufspielenden Kapelle die ganze Dorfstrasse entlang …

 

2 thoughts on “Los Toros en Villareal

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