Tortugas guía

Am Abend des Tages sind wir zu fünft mit einem Guide Richtung Norden unterwegs und zwar zuletzt über einen Dirt-Road bis an die Küste zum Strand Playa Real. Dort beobachten wir gemeinsam mit anderen Gruppen, also insgesamt ca. 30 Leuten, wie sich laut unserem Guide Miguel eine Tortuga verde unter einem Baum abmüht ein Loch für die Eiablage zu graben.

Beim ersten Versuch liegt ein Stein oder eine Wurzel im Weg und die Suppenschildkröte versucht daneben eine neue Grube zu graben. Doch auch hier ist es für die Tortuga schwierig, da der Sand sehr trocken ist und immer wieder in die Grube zurück rieselt. Die Guides versuchen der Schildkröte dabei ein wenig zu helfen, durch anfeuchten des Sandes und auch durch händische Hilfe dem Zusammenfallen der Grube entgegenzuwirken.

Für uns ist dabei fast nichts zu sehen, eher zu hören und beinahe zu fühlen, wenn die Schildkröte mit ihren Vorderbeinen den Sand wegschleudert und mit den Hinterbeinen die Grube schaufelt. Um die Schildkröten generell nicht zu stören ist es nicht erlaubt die Mobiltelefone oder Kameras zu aktivieren. Die Tiere würden bei hellen Lichtreflexen sofort die Eiablage unterbrechen und versuchen so schnell wie moeglich wieder ins Meer zu gelangen. Ob sie dann spaeter nochmal an Land kommen um Eier abzulegen ist fraglich, denn der Prozess ist offensichtlich ziemlich anstrengend. Die Guides haben schwache Rotlampen im Gepäck, mit denen sie den Raum hinter der Schildkröte ausleuchten. Fotografieren ist aber trotzdem noch untersagt, eben wegen der Lichtreflexe. Erst nach der Eiablage waere es möglich zu fotografieren, aber dazu kommt es in diesem Fall nicht.

Unsere kleine Gruppe entschied sich dann, am Strand noch etwas weiterzugehen und plötzlich hält uns unser Guide an stehenzubleiben und ruhig zu bleiben. In der dunklen Nähe, ca. 15 Meter entfernt können wir einen schwarzen Fleck auf dem dunkelgrauen Sand ausmachen. Dieser Fleck bewegt sich langsam aber sicher von der Brandung den Strand aufwärts und etwas später sehen wir uns die Spuren an. Eine ca. 75 cm breite Spur mit den Eindrücken der Beine an den Seiten zieht sich wie der Abdruck eines grossen Reifens durch den Sand. Es handelte sich auch hier um eine Suppenschildkröte oder Tortuga verde. Das ca. einen Meter lange Tier war mittlerweile am oberen Ende des Strandes angekommen und fand dort offenbar keinen geeigneten Platz zum nisten, oder wurde durch irgendetwas gestört. Der Weg führte die Tortuga also wieder zum Meer und der Guide nahm seine rote Lampe um uns noch einige Fotografien ohne Blitz zu ermöglichen. Eines ist dabei das ich hier zeigen kann, die Schildkröte bewegt sich dabei diagonal von rechts oben nach links unten, ein bischen Fantasie und Imagination hilft wohl beim Betrachten solcher Bilder …

Tortuga verde

Am Nachhauseweg konnte ich dann noch das Titelbild dieses Beitrages schiessen, es zeigt eine typische Nacht in Villareal, wenn grad keine Fiesta die Nacht zum Tag macht, irgendwie ein Bild aus einer anderen Zeit …

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