Con la tabla en el volcán

cerro_negroEine Reise zu einem Vulkan ist immer etwas besonderes, aber dieser hats an sich: Der schwarze Hügel “Cerro Negro” in der Nähe von Leon in Nicaragua ragt mit seinen ca. 700 m Höhe aus einem dichten Buschwald wie ein Fremdkörper empor. Und das ist er auch, ein lebensfeindlicher Stein- und Geröllhaufen, der in der Hitze des Tages mit seiner Dunkelheit noch mehr Temperatur anzieht. Zum Glück ist der Nachmittag schon etwas fortgeschritten, als unsere Reisegruppe hier eintrifft.

WP_20150411_15_42_10_ProDenn wir haben uns vorgenommen, diesen Berg zu erklimmen und von seinem Gipfel die Umgebung zu erblicken. Das ganze Unternehmen ist aber wohlgeplant, denn wir haben hier eine Tour gebucht, um nicht nur etwas über diesen mehr oder weniger Staub speienden Berg zu erfahren, der in den letzten Jahrzehnten immer wieder aktiv war. WP_20150411_15_57_10_Pro

Der Blick in den Krater und der Geruch des unvermeidlichen Schwefels lassen einen bald ans Ende der Welt denken.

Auch ist das Material unter unseren Füssen nicht nur von der Sonne gewärmt, sondern wenn man die oberste Schicht aus kleinen luftigen Steinen, die an Bimsmaterial erinnern, ein wenig zur Seite schiebt und den Boden bestastet, merkt man, dass die Hitze auch aus dem Berg selbst kommt und nicht weit unter uns ein Hotspot liegt. Der ständige und stellenweise heftige Wind bringt aber immer wieder eine willkommene Abkühlung.

Trotzdem leben hier Tiere. Ich selbst habe zwar, ausser ein paar Vögeln, keine gesehen, dafür aber einen kleinen Kothaufen. Der Guide meinte dazu, das wären die Spuren, die ein Zorro also Fuchs hinterlässt. Ausserdem sollen hier zwei verschiedene Iguanaarten und viele andere Tierarten leben, die sich nur vor uns verstecken. Am Nachbarhügel sollen sogar Affen ihre Heimat haben.

WP_20150411_16_13_48_ProDieser relativ kleinteilige Auswurf des Vulkans ist, was den Berg zu einem Anziehungspunkt für abenteuerlustige Touristen aller Wellt macht. Denn auf seiner Südseite, geht es relativ steil bergab und gleichzeitig ist das Material hier durchgängig gleichmässig und klein.

Die Attraktion besteht nun darin, sich die vom Fuß des Berges mitgebrachten orangen Bauarbeiteranzüge anzuziehen, die ebenfalls mitgetragene Staubschutzbrille übers Gesicht zu ziehen und auf einem speziell für diesen Zweck angefertigten Board oder Bob aus Holz und Metall den Berg in wenigen Sekunden und mit wahnsinniger Geschwindigkeit hinunterzuschlittern.

Für mich ist das dermassen lustig, dass ich so lachen muss, dass ich unversehens meinen Mund zu einem breiten Grinsen aufreisse.

Das Ergebnis ist natürlich, dass nicht nur mein Anzug, mein von der Maske geschütztes Gesicht, meine Ohren und Haare das mir entgegenspritzende Gestein abbekommen, sondern ich auch am Fuß des Vulkanes eine kräftige Ladung in die Gegend spucken muss. FB_20150411_22_52_57_Saved_PictureDie Geschwindigkeitsmessung ergab bei mir ein Tempo von 42 km/h. Damit lag ich nur im Mittelfeld, denn der schnellste unserer Gruppe rutschte immerhin mit über 70 Sachen diesen Berg herab.

WP 20150411 16 43 22 Pro from el jot on Vimeo.

 

 

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